Bilingualer Unterricht

logobiliSeit dem Schuljahr 2007/08 hat das ASG einen bilingualen Zug, d.h. besonders begabte und besonders motivierte Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, am Unterricht eines Sachfaches in englischer Sprache teilzunehmen. Dies fördert die fremdsprachlichen Fähigkeiten, fordert aber auch einen höheren Zeit- und Arbeitsaufwand.



biliamASGAm ASG haben wir bereits seit 2003/04 viele gute Erfahrungen mit dem "Bili"-Unterricht in den Fächern Erdkunde, Gemeinschaftskunde und Geschichte gemacht. Schülerinnen und Schüler lernen dadurch spezifische Sachverhalte und Problemstellungen zu erarbeiten und zu diskutieren. Der Umgang mit der Fremdsprache wird zunehmend selbstverständlich und trägt erheblich zu besserer Sprachbeherrschung und mehr Selbstbewusstsein beim Sprechen bei. Zudem werden Inhalte oft besser verstanden, da man sich aufgrund der Fremdsprache intensiver mit Sachverhalten auseinandersetzt. Die steigende Bedeutung der englischen Sprache im Zeitalter von Globalisierung und europäischer Einigung ist unbestreitbar. Englisch nicht nur im Englischunterricht anzuwenden, sondern in erweiterten Zusammenhängen als Kommunikationsmittel zu gebrauchen, hat sich für unsere Schülerinnen und Schüler als eine sehr motivierende Herausforderung erwiesen. Der bilinguale Unterricht bietet ihnen zudem eine zusätzliche Qualifikation, die später in Studium und Beruf von großem Nutzen sein kann.

Am ASG sieht der bilinguale Unterricht momentan folgendermaßen aus:

Klasse 5

Es findet verstärkter Englischunterricht für alle statt, d.h. im zweiten Halbjahr erhalten alle Schülerinnen und Schüler eine Englischstunde zusätzlich. In einer kleinen bilingualen Einheit gegen Ende des Schuljahres bekommen geeignete Kinder einen ersten kleinen Einblick in die "Bili-Welt": Am Englischtag, der unter dem Motto „Fordern und Fördern“ steht, werden die Fünftklässler in drei verschiedene Leistungsstufen eingeteilt und lernen ihren Fähigkeiten entsprechend entweder den Bili-Unterricht kennen oder bekommen mehr Unterstützung beim Erlernen der Fremdsprache. Dies soll bei der Entscheidung für oder gegen den bilingualen Unterricht, die gegen Ende des Schuljahres ansteht, helfen. Voraussetzung für die Anmeldung zum bilingualen Unterricht sind allgemein gute Leistungen und ein positives Arbeitsverhalten. Über die Aufnahme in den bilingualen Zug entscheidet die Schulleitung in Rücksprache mit den "Bili"-Lehrern und den jeweiligen Englisch- und Erdkundelehrern in Klasse 5.

Klasse 6

yes_klasse6Im sogenannten Propädeutik-Kurs erhalten alle Schülerinnen und Schüler, die für den bilingualen Zug zugelassen sind, zusätzlich zwei Stunden pro Woche englischsprachigen Unterricht (+2). Ziel dieses Kurses ist es, grundlegendes geographisches Vokabular zu erwerben sowie Arbeitsformen und hierfür benötigte sprachliche Ausdrucksformen einzuüben. Durch eine weitgehend (einfache) englische Unterrichtssprache soll auf den bilingualen Unterricht in Klasse 7 vorbereitet werden. Eine Benotung findet in Klasse 6 noch nicht statt.

Gegen Ende des 6. Schuljahres können die Kinder für den regulären Erdkundeunterricht in der Fremdsprache angemeldet werden.

Klasse 7

In Klasse 7 findet für die "Bilis" der reguläre Erdkundeunterricht auf Englisch statt. Die Schülerinnen und Schüler verbleiben dazu in ihren eigenen Klassen und kommen nur zum Erdkundeunterricht in eine eigene Lerngruppe. Wegen des erhöhten Arbeitsaufwands, welchen die Fremdsprache fordert, fällt eine Wochenstunde mehr als üblich an, d.h. "Bilis" haben drei Stunden Erdkunde in der Woche (2+1). Der Unterricht ist weitgehend auf Englisch, Klassenarbeiten sind ausschließlich in englischer Sprache gehalten, aber es besteht die Möglichkeit, Aufgaben auf Deutsch zu beantworten, um anfänglichen Unsicherheiten zu begegnen. In die schriftliche und mündliche Note geht die fachliche Leistung ein; sprachliche Richtigkeit ist von untergeordneter Bedeutung.

Grundsätzlich können Schülerinnen und Schüler zum Schuljahresende vom bilingualen Unterricht in den regulären Sachfachunterricht wechseln. In besonderen Fällen ist ein Wechsel auch zum Halbjahr möglich.

Klasse 8

Im ersten oder zweiten Halbjahr ist Erdkunde bilinguales Sachfach und wird wieder 3-stündig unterrichtet, sodass eine zusätzliche Erdkundestunde anfällt (1+0,5 auf das gesamte Schuljahr angerechnet). Zudem erhalten alle Schülerinnen und Schüler bilingualen Geschichtsunterricht (im ersten und zweiten Halbjahr), d.h. auch hier wird der reguläre Geschichtsunterricht auf Englisch erteilt, was noch einmal einen Mehraufwand von einer Stunde bedeutet (2+1).

Klasse 9

Bilinguales Sachfach ist Gemeinschaftskunde: eine zusätzliche Gemeinschaftsstunde fällt an (2+1). Alle anderen Fächer werden wieder auf Deutsch unterrichtet.

Klasse 10

Erdkunde (2+1) ist mit einer zusätzlichen Stunde wieder bilinguales Sachfach. Außerdem wird Geschichte (2+1) bilingual unterrichtet. Das sind die Voraussetzungen für einen vierstündigen Kurs in der Oberstufe.

Jahrgangsstufe 1/Jahrgangsstufe 2

bus_klassen11-12"Bili"-Schülerinnen und -Schülern der Oberstufe werden die folgenden Möglichkeiten angeboten. Ob diese Angebote auch als konkrete Kurse stattfinden hängt von Interesse und konkreten Anmeldezahlen ab. Bei erfolgreicher Teilnahme an einem bilingualen Seminarkurs erhalten die Teilnehmer das "Bilinguale Zertifikat" des Landes Baden-Württemberg. Der Seminarkurs ist auch offen für "Nicht-Bilis", die sich eine solche Herausforderung in der Fremdsprache zutrauen. Allerdings wird das "Bilinguale Zertifikat" nur denjenigen verliehen, die das gesamte Bili-Profil durchlaufen haben. Der Erwerb des "Internationalen Abiturs Baden-Württemberg" ist an eine schriftliche Abiturprüfung im Fach Biologie, Geschichte oder Geographie gebunden und seit dem Abitur 2016 am ASG möglich – für diejenigen, die in Klasse 11 und 12 den bilingualen Geschichtskurs (4+1) belegen und die schriftliche Abiturprüfung in Geschichte in englischer Sprache ablegen.

 

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Für Rückfragen stehen Ihnen die Schulleitung sowie Herr Meichelböck gerne zur Verfügung.

(Te / Stand: Juni 2016)