Elterninformation zur Sprachenwahl (Französisch) - Ende Klasse 5

Was Französisch interessant macht:

A. allgemeine Bedeutung des Französischen

  • Nachbarland und Urlaubsland
  • Freundschaftsvertrag nach konfliktreicher Geschichte
  • Städtepartnerschaft und Schüleraustausch mit Carmaux
  • wichtigster Handelspartner, berufliche Chancen
  • Französisch als Weltsprache Nr. 2
  • Angebot dt.-franz. Studiengänge an immer mehr Universitäten

B. Bedeutung als Unterrichtsfach

  • nicht leichter zu lernen als Latein; große Formenvielfalt beider Sprachen; schwieriger und aufwändiger als Englisch
  • im Gegensatz zu Latein steht das Sprechen und Schreiben in der Fremdsprache im Vordergrund
  • weniger Gewicht auf Übersetzen und Grammatik als in Latein
  • oft große Unterschiede zwischen Aussprache und Schreibung; erfordern viel Übung
  • franz. Sprache kann als angenehm und wohlklingend empfunden werden
  • Verwandtschaft der romanischen Sprachen untereinander: Erlernen weiterer romanischer Sprachen von Latein oder Französisch aus zu empfehlen für Schüler und Schülerinnen mit Freude am Sprechen, am Kontakt mit Menschen anderer Sprache, an der praktischen Anwendung der Fremdsprache

Weitere Informationen, die bei der Wahl der 2. Fremdsprache hilfreich sein könnten:

C’est le ton qui fait la chanson…Der Ton macht die Musik zwar nicht nur im Französischen, doch nicht ohne Grund zählt gerade die französische Sprache zu den schönsten der Welt… Klang und Melodik des Französischen stehen einer logischen, wenn auch sicher nicht einfachen Grammatik gegenüber, die natürlich in ihrer Struktur dem Lateinischen entlehnt ist, jedoch gerade aufgrund ihrer jahrhundertelangen Anwendung, vor allem für sprachinteressierte Schülerinnen und Schüler gut erlernbar ist.

Wenn ein Schüler/eine Schülerin bereits an seiner 1. Fremdsprache Englisch Spaß hat, das Lernen von Vokabeln und Grammatikregeln ihm/ihr leicht fällt und er/sie Freude daran hat, eine neue Sprache auch zu SPRECHEN, sollte er/sie sich eher für das Fach Französisch in Klasse 6 entscheiden, auch wenn klar sein sollte, dass die Formenvielfalt im Französischen komplexer ist und somit der Lernaufwand größer sein könnte als im Englischen.

Gerade die Anwendbarkeit des Französischen im bereits wenige Kilometer entfernten Nachbar- und Urlaubsland macht diese Sprache attraktiv und spätestens in Klasse 8 oder 9 dürfen die Schülerinnen und Schüler beim traditionellen Schüleraustausch mit der Partnerstadt Carmaux ihre Kenntnisse in Wort und Schrift unter Beweis stellen – manchmal entstehen bei diesen (und anderen) Austausch-programmen Freundschaften fürs Leben…

Weitaus pragmatischer gestaltet sich die Attraktivität des Französischen unter geschichtlichen und wirtschaftlich-sozialen Gesichtspunkten: Nach einer mehr als konfliktreichen Geschichte ermöglichte der mittlerweile über 50 Jahre alte Freundschaftsvertrag nicht nur wichtige Handelsbeziehungen – vielleicht die wichtigsten in Europa – sondern eine tatsächliche Partnerschaft beider Länder, die sich im kulturellen, politischen und beruflichen Austausch zeigt; das Angebot an deutsch-französischen Studiengängen nimmt immer mehr zu und ermöglicht den Absolventen interessante Perspektiven in beiden Ländern sowie im gesamten französischen Sprachraum (Belgien, Kanada, afrikanische Staaten, uvm.).

Französisch als Weltsprache Nr. 2 bietet die Chance, in eine romanische Sprache einzutauchen, die eben nicht nur „schön klingt“, sondern neben bereits genanntem auch das Erlernen weiterer romanischer Sprachen, z.B. Spanisch, erleichtert und ihren Reiz sicher nicht zuletzt in ihrer praktischen Anwendbarkeit hat.

Weitere Informationen, die Ihren Kindern womöglich helfen, eine gut überlegte Entscheidung zu treffen:
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