Schüleraustausch

Folgende Austausche finden am ASG statt:

Flaggen_Austausch

Liebe Eltern, liebe Schüler und Interessierte,

hier finden Sie eine Übersicht aller Schüleraustauschmöglichkeiten am ASG in Kurzform. Beachten Sie bitte, dass die Angaben zu Kosten und Programmpunkten Erfahrungswerte sind und sich ändern können. Für Detailfragen wenden Sie sich bitte per Mail direkt an die unter den Beschreibungen genannten Ansprechpartner ().
Eines unserer wesentlichen Ziele in diesem Zusammenhang ist es, möglichst vielen Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit zu bieten, sich für den einen oder anderen der nachfolgend vorgestellten Austausche zu bewerben.

Frankreich

Der Frankreich-Austausch findet jährlich für Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 10 statt. Der ca. 10-tägige Schüleraustausch mit Carmaux hat bereits seit über 30 Jahren Tradition an unserer Schule. Ab dem Schuljahr 2014/15 werden wir den Austausch zum ersten Mal mit einem dreitägigen Aufenthalt in Paris verbinden und dann von dort mit dem Zug weiter nach Carmaux fahren. In Carmaux werden die deutschen Schülerinnen und Schüler bei französischen Gastfamilien untergebracht. Die Kosten belaufen sich erfahrungsgemäß auf ca. 350 Euro.

Links zu verschiedenen Austauschprogrammen mit Frankreich:

www.kultusportal-bw.de
www.schule-bw.de

Ansprechpartner Austausch Frankreich: Herr Krawczyk

Ungarn

Der Ungarn-Austausch findet jährlich für Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 statt. Hauptprogrammpunkte des Besuchs der Ungarn bei uns sind Besichtigungen z.B. in Neckarsulm, Heidelberg und Stuttgart – hier wird der Schwerpunkt auf Wissenschaft und Technik liegen. In Ungarn besuchen wir die imposante Millionenstadt Budapest mit Führung durch das Parlament sowie weitere der zahlreichen Sehenswürdigkeiten und unternehmen eine Schifffahrt auf der Donau. Außerdem lernen wir unsere Partnerstadt Budakeszi vor den Toren Budapests kennen und mit ihr die Geschichte der sog. „Donauschwaben“. Die Kosten belaufen sich auf ca. 200 Euro für den Flug nach Ungarn.

Ansprechpartner Austausch Ungarn: Herr Dr. Kapetanovic

USA

Der USA-Austausch findet alle zwei Jahre für Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 und Jahrgangstufe 1 statt. Der Schüleraustausch zwischen dem Albert-Schweitzer-Gymnasium und der Mountain Crest High School in Hyrum, Utah, besteht seit über 30 Jahren. Die insgesamt vierwöchige Reise umfasst einen dreiwöchigen Besuch des Unterrichts an der Mountain Crest High School sowie eine einwöchige Rundreise durch den Westen der USA. In den letzten Jahren wurden hierbei der Zion National Park, der Bryce Canyon und der Grand Canyon besucht. Der Abschluss fand dann in der bunten Lichterstadt Las Vegas statt. In der Regel findet die USA-Reise um die Osterferien herum statt, der Gegenbesuch um die Pfingstferien. Die Kosten belaufen sich erfahrungsgemäß auf ca. 1500 Euro.

Ansprechpartner Austausch USA: Frau Schreier

Spanien

Der Spanien-Austausch findet alle zwei Jahre für Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 mit dem "Institut d’Educació Secundària La Serr" in Mollerussa statt. Da wir bei unserem Besuch in Mollerussa nach Barcelona fliegen, bietet es sich an, zunächst noch etwas Zeit dort zu verbringen. Wir planen daher ein Kurzprogramm mit ein bis zwei Übernachtungen in Barcelona ein, bevor wir dann mit dem Bus nach Mollerussa fahren. Dort werden die Schüler dann in ihren Gastfamilien untergebracht, wodurch Kost und Logis gewährleistet sind. Beim Gegenbesuch der spanischen Schüler in Neckarsulm werden die spanischen Austauschschüler entsprechend bei unseren Teilnehmern untergebracht und versorgt. Die Kosten belaufen auf ca. 400 bis 450€.

Ansprechpartnerin Austausch Spanien: Frau Krumm

Japan

Der Japan-Austausch findet jährlich in Kooperation mit der Hermann-Greiner-Realschule für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 9 statt. Der ca. 12-tägige Schüleraustausch zwischen dem Albert-Schweitzer-Gymnasium und Schulen der Stadt Shizukuishi besteht seit 2002. In der Regel sind unsere Schülerinnen und Schüler im Mai/Juni in Japan, unternehmen Ausflüge z.B. nach Tokyo, in die Samurei-Stadt Kakunodate und an den Jodogahama-Beach und besuchen den Unterricht. Der Gegenbesuch der japanischen Schüler findet im selben Jahr im Februar/März davor statt. Die Kosten belaufen sich erfahrungsgemäß auf ca. 1250 Euro für Flug und Ausflüge. Kost und Logis übernehmen die Gastfamilien. Beim Gegenbesuch werden die japanischen Schüler entsprechend bei unseren Teilnehmern untergebracht und versorgt.

Ansprechpartner Austausch Japan: Herr Haaf

(Stand: Juni2015)


ASG Schüleraustausch mit der Partnerstadt Carmaux

Der Schüleraustausch mit Carmaux hat bereits seit über 30 Jahren Tradition an unserer Schule. In Carmaux werden die deutschen Schülerinnen und Schüler bei französischen Gastfamilien untergebracht. Die Kontaktaufnahme zum jeweiligen Austauschpartner findet schon früher statt. Sobald feststeht, wer an dem Austausch teilnimmt, werden den deutschen und französischen Schülern die Kontaktdaten ihres Austauschpartners gegeben, sodass sie in Kontakt treten können. Alle Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 7-10 haben die Möglichkeit, am Austausch teilzunehmen.

 Eckdaten des Frankreichaustausches für das Schuljahr 2017/2018:

  • Franzosen in Neckarsulm von Do 15.03.2018 - Fr 23.03.2018 (vor den Osterferien)
  • Deutschen in Carmaux von Fr 11.05.2018 - Fr 18.05.2018 (vor den Pfingstferien)

*Wichtiger Hinweis: Bitte beachten Sie, dass sich dem Frankreichaustausch unmittelbar die Pfingstferien anschließen. Berücksichtigen Sie dies bei Ihrer Ferienplanung, dass wir erst am Freitagabend, den 18.05.2018, wieder in Neckarsulm sind.

Kosten (Preise in Euro/pro Person)

  • Hin- und Rückfahrt mit dem Bus: ca. 200,-€
  • kostenlose Unterkunft bei den französischen Gastfamilien

Darüber hinaus fällt noch ein Taschengeld für den Aufenthalt an. Unterkunft und Verpflegung in Carmaux werden von den jeweiligen Gastfamilien übernommen. Eine finanzielle Unterstützung durch die Sozialkasse des ASG ist möglich. Die Gesamtkosten sind abhängig von der Teilnehmerzahl und den Angeboten der Busunternehmen.

Ich freue mich auf eure Anmeldungen. Zum Frankreichaustausch wird ein Infoabend stattfinden. Der Termin dazu wird noch bekanntgegeben.

Ihr/euer Ansprechpartner für den Schüleraustausch mit Frankreich am ASG

Christoph Krawczyk

Den Anmeldebogen für die Teilnahme am Schüleraustausch mit Carmaux können Sie sich hier ansehen und herunterladen:
 Anmeldebogen | Schüleraustausch mit Carmaux

Hier können Sie zudem noch einen Artikel über den Schüleraustausch mit Carmaux im Jahr 2014 lesen - allerdings auf Französisch. (Der Artikel befindet sich auf S.5 des verlinkten Dokuments):
 Zeitschriftenartikel

 

Indienaustausch 2014

Austausch_Indien_14.png


Stadt Neckarsulm empfängt Austauschschüler aus Indien im Rathaus

Indische-AustauschschuelerDie Gruppe der Austauschschüler auf der Rathaustreppe

Das Albert-Schweitzer-Gymnasium (ASG) Neckarsulm betreibt Völkerverständigung über die Grenzen Europas hinaus. Seit 2007 pflegt das städtische Gymnasium eine Schulpartnerschaft mit der Sagar-Schule, einem Privatinternat im indischen Bundesstaat Rajasthan. Der jüngste Austauschbesuch führte neun Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 15 und 18 Jahren aus dem fernen Indien mit ihrem Lehrer Nilakantha Sahoo nach Neckarsulm. Oberbürgermeister Joachim Scholz begrüßte die Gäste zusammen mit den deutschen Partnerschülern im Foyer des Rathauses. An dem Austausch nahm auch das Hohenstaufen-Gymnasium Bad Wimpfen teil. Die Gymnasiasten aus Neckarsulm und Bad Wimpfen waren im Oktober vergangenen Jahres Gäste der indischen Partnerschule. Den rund dreiwöchigen Gegenbesuch hatte ASG-Lehrerin Stefanie Fitterling gemeinsam mit ihrer Kollegin Dagmar Markgraf vom Hohenstaufen-Gymnasium organisiert. Neben den beiden Lehrerinnen begleitete auch die Schulleiterin des ASG, Barbara Lang, die Gäste beim Besuch im Rathaus. „Die Welt wächst immer mehr zusammen. Daher sind solche Begegnungen wichtig“, unterstrich OB Joachim Scholz. Er wünschte den Gästen aus Indien einen angenehmen Aufenthalt in Neckarsulm und viele schöne Eindrücke. Den deutschen Schülerinnen und Schülern empfahl er, die Gelegenheit zu nutzen und die englische Sprache zu trainieren. „Vielleicht entstehen so aus diesen Begegnungen dauerhafte Freundschaften.“ Dass diese Hoffnung nicht unbegründet ist, beweist das erste deutsch-indische Ehepaar. Ein ehemaliger Schüler der Sagar-Schule ist heute mit einer Absolventin des ASG verheiratet. Beide lernten sich im Rahmen des Schüleraustauschs kennen. Das Paar lebt heute in Obereisesheim und liefert ein Beispiel für das von OB Scholz festgestellte Zusammenwachsen der Welt. (snp)


ASG pflegt lebendige Partnerschaft mit Mountain Crest Highschool

Austauschschüler aus Utah zu Besuch in Neckarsulm

US_AustauschschuelerOB Scholz empfing amerikanische Austauschschüler aus dem US-Bundesstaat Utah im Rathaus.

Den Großteil ihres vierwöchigen Europaaufenthalts verbrachten die Schüler der Mountain Crest Highschool aus Hyrum im US-Bundesstaat Utah in Neckarsulm. Seit 1985 besteht der Schüleraustausch zwischen der amerikanischen Highschool und dem Albert-Schweitzer-Gymnasium (ASG) Neckarsulm. An dem jüngsten Austauschbesuch nahmen elf Schülerinnen und Schüler im Alter von 17 bis 18 Jahren und zwei Lehrer teil. Oberbürgermeister Joachim Scholz empfing die Gäste aus den Vereinigten Staaten im Rathaus: „Für das Zusammenwachsen und den Frieden in Europa ist es wichtig, dass sich junge Menschen über Grenzen hinweg kennenlernen und Freundschaften knüpfen.“

Erstmals begrüßte OB Scholz neben den Gästen von der Mountain Crest Highschool mit Deutschlehrerin Shauna Winegar auch drei Schüler der Highschool aus Logan, der großen Nachbarstadt von Hyrum. Sie wurden von ihrem Deutschlehrer Mike Mudrow begleitet. Organisiert wurde der jüngste Austauschbesuch von den Englischlehrerinnen Petra Schwab und Tanja Zavojan. Am Empfang im Rathaus nahm auch die Schulleiterin des ASG, Barbara Lang, teil.

„Neckarsulm ist eine Stadt, die sich der Welt öffnet“, erklärte Joachim Scholz und verwies auf die Städtepartnerschaften, welche die Große Kreisstadt mit fünf Städten in Europa pflegt. „Nutzt die Gelegenheit und schließt viele Freundschaften mit Euren deutschen Schulkameraden“, forderte Scholz die amerikanischen Austauschschüler auf. „Je intensiver die Kontakte sind, umso mehr Erfahrungen könnt Ihr mit nach Hause nehmen.“


Amerikanische Austauschschüler in Deutschland

Am. Schüler in Deutschland

In der ersten Pfingstferienwoche war die Gruppe viel unterwegs und hat unter anderem das mittelalterliche Städtchen Rothenburg erkundet, wo die Amerikaner im Kriminalmuseum mit den Realitäten eines Zeitalters konfrontiert wurden, das für sie historisch natürlich völlig fremd ist, da das amerikanische Volk ja so jung ist.

Am Mittwoch wurde es europäisch und wir konnten in Strasbourg etwas französische Luft schnuppern. Bei einer Bootsfahrt erfuhr die Gruppe viel über die Altstadt, La Petit France und auch das Europaviertel. Auf dem Bild sieht man uns vor dem Straßburger Münster.

Außerdem ging es noch nach München, um auch die deutsche Vielfalt kennenzulernen - schließlich ist Bayern ja ein wenig anders als Neckarsulm…

Nun sind die Amerikaner unterwegs im Osten unseres Landes: Von Dresden aus geht es nach Prag und dann noch in unsere Bundeshauptstadt Berlin. Am Sonntag erwarten wir sie wieder zurück, so dass sie am Montag wieder am Schulunterricht teilnehmen können.


Japan-Austausch 2014

Japan-Flagge

Fast 30 m hoch war die Welle in Tanohata. Für die Schüler des Japan-Austausches 2014 unvorstellbar. Die 30m wurden jedoch viel realer, als die Schüler in Mitten der Reste der Stadt Tanohata standen und von Augenzeugen berichtet bekamen, wie die Welle durch die Bucht rollte, alles zerstörte was sich ihr in den Weg stellte, Häuser wie Streichholzschachteln mitnahm und hunderten Menschen in der Stadt das Leben nahm. Die Dreifachkatastrophe vom 11.3.2011 ist in Japan heut noch allgegenwärtig. Nicht nur dass die Probleme im Kraftwerk Fukushima ungelöst sind, sondern vor allem auch die vielen offenen Zukunftsfragen der Menschen.
Die Heimatstadt unserer Austauschschüler, Skizukuishi, liegt Norden der japanischen Hauptinsel Honshu in der Provinz Iwate. Die landwirtschaftlich geprägte Region, die sich einige hundert Kilometer nördlich von Fukushima liegt, leidet ganz besonders unter den folgen von 2011: das Erdbeben der Stärke 9.0 direkt vor der Küste, den Tsunami mit voller Wucht an seiner Küste und die große Frage, wie man die eigenen landwirtschaftlichen Produkte in einer Zukunft nach Fukushima vermarkten können wird. Bürgermeister Masumitsu Fukaya : „Die Landwirtschaft stellt neben dem demographischen Wandel die größte Herausforderung für unsere Region dar“. Industrie gibt es kaum in der Region. Die Landschaft ist geprägt von den Bergen, die das Tal von Shizukuishi und der angrenzenden Universitätsstadt Morioka umgeben. Die Reisfelder im Tal tragen zum traumhaften, malerischen Bild der Region bei. Grün so weit das Auge reicht. Aus den Bergen strömen viele Flüsse mit kleinen Wasserfällen und sehr vielen schönen Badestellen.

Das Industrieland Japan ist noch viel stärker vom demographischen Wandel betroffen als Deutschland. Eine höhere Lebenserwartung der Menschen und eine niedrige Geburtenrate führen zu Vergreisung der Gesellschaft. Die Schüler können dies sehr gut an den Schulen ihrer Gastschüler wahrnehmen. Beispielsweise hat die Senior High School Shizukuishis von ehemals 1000 Schülern heute gerade noch 260 Schüler. Andere Schulen wurden schon geschlossen. Antworten gibt es in der japanischen Gesellschaft kaum. Professor Richter von der Universität Morioka, der den Austausch zwischen Neckarsulm und den Schulen Shizukuishis und Moriokas bereits seit 17 Jahren begleitet: „Immigration nach Japan ist kaum ein Thema. Die sehr schwierige Sprache ist ein sehr großes Hindernis für den Zuzug. Selbst für Chinesen ist das Japanische sehr schwierig zu erlernen. Einzig Koreanern bietet sich vielleicht eine Möglichkeit“. Gerade im Gesundheits- und Pflegesektor herrsche ein sehr großer Mangel an Personal, informiert der Leiter einer kleinen Klinik Dr. Kamihara die begleitenden deutschen Lehrer Marco Haaf vom Albert-Schweitzer-Gymnasium und Julius Würz von der Herman-Greiner-Realschule.

Die deutschen Schüler konnten jedoch noch viel mehr Erfahrungen in Japan sammeln. Im Kalligraphie-Unterricht mit Pinsel und Tusche durfte jeder selbst Hand anlegen und am Ende eine selbst gemachte, gerahmte Kalligraphie für zu Hause mitnehmen. Ohne fremde Hilfe ist das Anziehen traditioneller, herrschaftlicher Kleidung auch in Japan nicht möglich. Für das Einkleiden mit Kimono und Hakama bekamen die Schüler aus Neckarsulm Hilfe von Frauen der örtlichen japanischen „Organisation zur Förderungen von Schüleraustauschen mit dem Ausland“, die den Austausch auf japanischer Seite organisiert und fördert. In Kimono und Hakama gekleidet nahmen die Neckarsulmer dann an einer festliche Tee-Zeremonie teil.
Deutsches Kulturgut präsentierten die Neckarsulmer auf der „Welcome Party“ in der Stadthalle Sizukuishis auf der neben den Eltern der Gasteltern vielen Vertretern der Städte Shizukuishi und Morioka sowie der Partnerschulen geladen waren. Mit einem Lied und einem Tanz trug man zum gelingen der Veranstaltung bei. Wie wichtig den deutschen Schulen der Austausch weiterhin sein wird, machte der stellvertretende Schulleiter der Albert-Schweitzer-Gymnasiums Marco Haaf bei der Feiert deutlich: „In einer globalisierten Welt können wir in Zukunft nur friedlich zusammenleben, wenn wir die Jugend zusammen bringen und die unterschiedlichen Kulturen kennen lernen lassen.“
Die Erlebnisse der Schüler an den verschiedenen Schulen waren sehr facettenreich. So waren zwei Neckarsulmer Schüler an der „Agricultural-High School Morioka“, einem Agrarwissenschaftlichen Gymnasium, das mit seinen fünf Schwerpunkten Nutztiere, Haustiere, Ackerbau, Nahrungsmittel und Haushalt seine Schüler sehr praxisbezogen zur Hochschulreife führt. Der ASG-Schüler Abdullah Ulucay war völlig begeistert von seiner Gastschule: „Unsere Schule ist größer als Oedheim. Wir haben Kühe, Schafe, Bäckerei, Fleischerei, machen eigene Milch, haben riesige Felder und es gibt Sportanlagen ohne Ende.“ Ein Merkmal des japanischen Schulsystems ist es, dass alle Schüler ab 16 Uhr in Schul-Clubs ihren Hobbys nachgehen. So konnten die deutschen Schüler sich im Baseball, Bogenschießen oder Basketball versuchen. Nicht so überzeugen konnte das Niveau im Englisch-Unterricht. In Japan lernten die Schüler lange Zeit Englisch nur als reine Schriftsprache; verbale Kommunikation hielt erst in den letzten Jahren Einzug in die Lehrpläne und wird an vielen Schulen weiterhin vernachlässigt.
Beim Ausflug in die japanische Metropole Yokohama konnten die zehn Neckarsulmer von der Aussichtsplattform des Landmarktowers in 293 m Höhe das Wachsen der Stadt ins Meer hinein betrachten. Durch immer neue Landgewinnung ist die Stadt über die Jahrzehnte immer weiter ins Meer hinein gewachsen.
In die Vergangenheit tauchte man in der Samurai-Stadt Kakunodate ein. Bei der Besichtigung eines Samurai-Hauses wurde deutlich, dass die Samurai nicht nur Krieger ähnlich unserer Ritter waren, sondern ebenso Beamte, die eine wichtige Rolle in der Verwaltung des Landes hatten. Empfangs- und Repräsentationsräume gehörten zu jedem Samurai-Haus genauso dazu, wie Wohn- und Arbeitsräume.
Gemeinsam mit den Familien der Austauschschüler ging es zum Tageausflug zu den Chuson-Ji Tempelanlagen und zum Muso-Ji Tempel nach Hanamaki. Im Gespräch mit einem buddhistischen Mönch wurde deutliche, dass eine Tempel aus unserer Sicht eher ein kleiner Familienbetrieb ist, wobei die Betreiber des Tempel, Beerdigungen als größte Einkaufsquelle sehen.
Als Höhepunkt ihres Japan-Trips verbrachten die Neckarsulmer am Ende ihrer Reise noch vier Tage in Japans Hauptstadt Tokio. Dort standen Tempelanlagen von Asakusa, der Sky Tree, mit 634 m Höhe der höchste Turm der Welt, der orientalische Basar, der Kaiserpalast sowie viele andere Sehenswürdigkeiten auf dem Programm. Beeindruckend war für die Schüler der Meiji Shrine, ein Shinto-Schrein, der den Seelen des verstorbenen Meiji-Tennos und seiner Frau gewidmet ist, der 1912 starb. Dieses zentrale Heiligtum des Shintoismus wird in der ersten Tagen jedes neuen Jahres von circa fünf Millionen Menschen besucht. Am Eingang befindet sich ein Ehrentor (torii) aus tausendjährigem Zypressenholz, das wie der lauschige Park drum herum zwar im zweiten Weltkrieg amerikanischen Bombern zum Opfer viel, aber anschließend von zehntausenden Helfern wieder aufgebaut wurde. Im Außenbereich hat man mehr als 100 000 Büsche und Bäume aus allen Teilen Japans gepflanzt, durch die es sich schön spazieren ließ.
Einen tollen Ausblick auf das nächtliche, von Leuchtschriften erhellte Tokio gab es vom Roppongi Tower aus. Unweit des Tokioter Stadtteilbahnhofs Shinjuku, einem der verkehrsreichsten Bahnhöfe der Welt mit bis zu vier Millionen Menschen täglich, gab es am letzten Tag vom Rathaus Tokyos aus noch einmal einen tollen Überblick über die Stadt. Das Tokyo Metropolitan Government Building besteht aus zwei 243 Meter hohen Türmen, die in ungefähr 200m Höhe miteinander Verbunden sind.
Auf dem Rückflug eines ereignisreichen Austausches galt der Dank der Schüler vor allem dem organisierenden Lehrer Julius Würz von der Herman-Greiner-Realschule. In jedem Jahr sorgt er mit einer perfekten Organisation in Zusammenarbeit mit Frau Chizuko Kamihara von der japanischen „Organisation für den Austausch mit dem Ausland“ dafür, dass junge Menschen aus Neckarsulm und Shizukuishi gemeinsame Erfahrungen sammeln können. Agrigato gozaimaszu – Vielen Dank!

 

Japan Austausch

Japan_Luftaufnahme

Die Schüler des Japan Austausches sind seit dem 31.05.14 in Japan. Am ersten Tag stand die Besichtigung von Yokohama auf dem Programm.
Vom 296 m hohen LandMark Tower hatte man eine tolle Aussicht auf die neu entstandenen Industriegebiete ihm Meer.
An den folgenden Tagen stand Kulturprogramm mit Kalligraphiekurs, Kimono, Teezermonie und vor allem dem Besuch der Schulen der Austauschpartner auf dem Programm.
Die nächsten Tage geht es mit viel Kultur und vor allem mit drei Tagen in Tokio weiter.

Japan_Luftaufnahme


Grüße aus Utah

tag_der_mathematik

Nach drei Wochen an der Mountain Crest High School und der Logan High School haben wir nun unsere Rundreise angetreten. Nachdem wir gestern leider mit dem Wetter Pech hatten, konnten wir heute - bei klirrender Kälte - den spektakulären Sonnenaufgang über dem Bryce Canyon beobachten.
Unsere Reise hat uns nun an den Grand Canyon geführt und morgen geht es nach Las Vegas, von wo aus wir am Donnerstag wieder nach Deutschland fliegen.


Austauschschüler aus Carmaux zu Gast in Neckarsulm

Wechselseitige Besuche stärken die Städtepartnerschaft

Austausch_Carmaux

Zu den tragenden Säulen der Städtepartnerschaft zwischen Neckarsulm und Carmaux gehört der regelmäßige Schüleraustausch, den das Albert-Schweitzer-Gymnasium (ASG) seit mehr als 30 Jahren mit französischen Partnerschulen pflegt. Der jüngste Austauschbesuch führte jetzt 20 Schüler des Lycée Jean Jaurès und des Collège Augustin Malroux ins Rathaus Neckarsulm, wo sie zusammen mit den deutschen Partnerschülern von Oberbürgermeister Joachim Scholz empfangen wurden.

Begleitet wurden die Gäste aus Frankreich von den Lehrern Florian Enz und Norman Mier. Am Empfang im Rathaus nahm auch die Schulleiterin des ASG, Barbara Lang, teil. Dorothea Schmid, Französischlehrerin am ASG, hatte den einwöchigen Austauschbesuch zusammen mit ihren französischen Kollegen organisiert. Der Gegenbesuch der Neckarsulmer Gymnasiasten in Carmaux ist vom 11. bis 18. Mai geplant.

„Wir sind überzeugt vom europäischen Gedanken“, betonte OB Scholz. „Die Völkerverständigung wird vor allem in den Städtepartnerschaften gepflegt. Dass gerade die junge Generation der Schülerinnen und Schüler mit wechselseitigen Begegnungen zur Vertiefung der deutsch-französischen Partnerschaft beiträgt, freut mich ganz besonders.“ In diesem Sinne wünschte Joachim Scholz den Gästen aus Frankreich viele schöne Erlebnisse und viele freundschaftliche Kontakte in Neckarsulm. (snp)

[Quelle: http://www.neckarsulm.de/main/online-rathaus/aktuelles/]

 

OB Scholz empfängt Schüler aus Mollerussa im Rathaus

Dritter Besuch im Rahmen der deutsch-spanischen Schulpartnerschaft

Spanienaustausch

Bereits zum dritten Mal empfing Oberbürgermeister Joachim Scholz spanische Partnerschüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums (ASG) im Rathaus Neckarsulm. Die Gäste sind Schüler des Instituto de la Serra in Mollerussa, einer 15.000-Einwohner-Stadt unweit von Barcelona. Mit ihrem Besuch erwiderten die 22 spanischen Schülerinnen und Schüler den jüngsten Besuch von Neckarsulmer Gymnasiasten, die im November vergangenen Jahres zu Gast in Mollerussa waren.

Organisiert wurde der siebentägige Aufenthalt der spanischen Gäste von den Gymnasiallehrern Matthias Kieber und Dorothee Götz. Zusammen mit den deutschen Austauschschülern nahm auch Schulleiterin Barbara Lang an dem Empfang im Rathaus teil. Auf spanischer Seite begrüßte OB Scholz die Lehrer Carles Folguera und Teresa Gassio.

„Es ist wichtig, dass sich die junge Generation trifft, damit Europa zusammenwachsen kann“, bekräftigte Joachim Scholz. „Das funktioniert am besten, wenn die Menschen untereinander Kontakte knüpfen.“ Mit diesen Worten wünschte OB Scholz den spanischen Schülerinnen und Schülern einen angenehmen Aufenthalt in Neckarsulm und viele gute Kontakte. „Mitunter entstehen aus solchen Schülerbegegnungen lebenslange Freundschaften“. (snp)

[Quelle: http://www.neckarsulm.de/main/online-rathaus/aktuelles/]

 

Hilfsaktion der Schulen nach Tsunami in Japan unvergessen

japanaustausch

Der jüngste deutsch-japanische Schüleraustausch hat die Freundschaft zwischen Neckarsulm und Shizukuishi weiter vertieft. Seit 2002 besteht die Partnerschaft zwischen der Hermann-Greiner-Realschule, dem Albert-Schweitzer-Gymnasium (ASG) und der Oberschule Shizukuishi in der japanischen Provinz Iwate. An dem Austausch ist auch das Hohenstaufen-Gymnasium Bad Wimpfen beteiligt. An dem jüngsten achttätigen Austauschbesuch nahmen sechs japanische Schülerinnen und Schüler aus Shizukuishi und Morioka teil. Hauptamtsleiter Andreas Eschbach empfing die Gäste aus Japan stellvertretend für Oberbürgermeister Joachim Scholz im Rathaus Neckarsulm.
Zusammen mit den japanischen Austauschschülern begrüßte Andreas Eschbach die Präsidentin der Vereinigung für Internationalen Austausch der Stadt Shizukuishi, Chizuko Kamihara, und Professor Dr. Uwe Richter von der Landesuniversität Iwate in Morioka. Begleitet wurden die japanischen Besucher von dem Leiter der Hermann-Greiner-Realschule, Dr. Roland Berger, dem stellvertretenden Schulleiter des ASG, Marco Haaf, dem früheren Realschullehrer Julius Würz und deutschen Partnerschülern. Ende Mai reisen acht deutsche Schüler zum Gegenbesuch nach Shizukuishi.
„Die wechselseitigen Austauschbesuche sind für junge Menschen besonders bedeutsam“, betonte Hauptamtsleiter Eschbach. „Sie führen dazu, dass sich Menschen aus unterschiedlichen Kulturen besser kennenlernen, Verständnis füreinander entwickeln und Vertrauen aufbauen.“ In diesem Sinne wünschte Andreas Eschbach den Besuchern einen schönen Aufenthalt in Neckarsulm und viele tolle Eindrücke.
Präsidentin Kamihara bedankte sich für den freundschaftlichen Empfang und hob ihrerseits die Bedeutung des Austauschprogramms hervor. Es sei noch nicht üblich, dass junge Menschen aus Japan Erfahrungen im Ausland sammelten. Umso mehr dankte sie allen Beteiligten, die den Austausch ermöglichten. Chizuko Kamihara erinnerte auch an die Spendenaktion „Japanhilfe Neckarsulm – Schulen helfen Schulen“ nach dem verheerenden Tsunami in Japan, der die etwa 550 Kilometer nordöstlich von Tokio gelegene Provinz Iwate stark zerstörte. Der Wiederaufbau an der Küste komme zwar nur langsam voran, aber die „unglaubliche Anteilnahme“ und die materiellen Spenden aus Neckarsulm seien in Shizukuishi unvergessen. „Deshalb möchten wir den Austausch weiterführen“, versicherte Präsidentin Kamihara. „Wir treten die Heimreise mit schwerem Herzen an, weil wir hier Freunde gewonnen haben.“ (snp)

[Quelle: http://www.neckarsulm.de/main/online-rathaus/aktuelles/]

 

Schüleraustausch mit Ungarn

Gymnasiasten aus Budakeszi zum 15. Mal zu Gast in Neckarsulm

Austausch-Ungarn

Seit 20 Jahren besteht die Städtepartnerschaft zwischen der Großen Kreisstadt Neckarsulm und der ungarischen Stadt Budakeszi. Zur Vertiefung der wechselseitigen Beziehungen trägt vor allem auch der Schüleraustausch zwischen dem Albert-Schweitzer-Gymnasium (ASG) Neckarsulm und dem Ottokar-Prohaszka-Gymnasium Budakeszi teil. Der 15. Austauschbesuch führte jetzt 21 Schülerinnen und Schüler aus Ungarn in die Große Kreisstadt. Oberbürgermeister Joachim Scholz empfing die Gäste zusammen mit ihren deutschen Partnerschülern im Rathaus. „Es ist wichtig, dass wir die Städtepartnerschaft mit Leben füllen“, betonte OB Scholz. „Das gelingt am besten, wenn sich junge Menschen wechselseitig besuchen und sich gut kennenlernen. So kann Europa zusammenwachsen.“

Neben den Schülerinnen und Schülern begrüßte Joachim Scholz auch den stellvertretenden Schulleiter des ASG, Marco Haaf, und den Gymnasiallehrer Dr. Pit Kapetanovic. Er hatte den jüngsten Austauschbesuch gemeinsam mit seiner ungarischen Kollegin Edit Kleinhappel organisiert. Sie nahm als Leiterin der Schülergruppe aus Budakeszi an dem Empfang im Rathaus teil. Begleitet wurde sie von Györgyi Samu und Mátyás Rácz, die ebenfalls am Ottokar-Prohaszka-Gymnasium unterrichten. Im Namen der Gäste bedankte sich Edit Kleinhappel für die Einladung: „Die Schüler freuen sich sehr über den Aufenthalt in Neckarsulm und fühlen sich hier wohl.“

Begleitet von ihren Lehrerinnen und Lehrern verbrachten die 14- bis 16-jährigen Gymnasiasten aus Budakeszi eine Woche in Neckarsulm und nahmen am Unterricht im ASG teil. Der Gegenbesuch der deutschen Partnerschüler ist imFrühjahr 2014 geplant. „Bei Eurem nächsten Besuch in Neckarsulm könnt Ihr nicht nur das Freizeitbad Aquatoll besuchen, sondern auch im neuen Hallenbad schwimmen“, versprach Joachim Scholz den Gästen aus Ungarn. (snp)

[Quelle: http://www.neckarsulm.de/main/online-rathaus/aktuelles/]

 

Schüleraustausch mit Indien 2013

Indien-Austausch

„The Sagar School is the best school in India's land."

Das ist auch schon alles was man über die Schule sagen kann! (...)

Schön, dass ihr doch etwas mehr über die Schule erfahren wollt ;)! Unser erster Eindruck von der Schule hat sich mehr oder weniger mit der Zeit bestätigt. Als wir samstags völlig übermüdet in der Schule angekommen sind, wurden wir sehr freundlich aufgenommen und konnten direkt auf unsere Zimmer gehen. Danach wurden wir über den Campus geführt und waren erstaunt darüber, wie viele Angebote die Schule hat. Von Fußballplätzen über ein Schwimmbad bis hin zum Observatorium war alles da. Die Schule spezialisiert sich außerdem sehr auf sportliche Aktivitäten. Von den Schülern wird man immer freundlich gegrüßt und auch mit unseren Buddies verstehen wir uns sehr gut. Zudem ist das Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern sehr freundschaftlich.

Naja und was das Essen angeht: abwechslungsreiches Essen ist definierbar ;) Reis können wir die nächsten Monate, der ein oder andere vielleicht auch das nächste Jahr, nicht mehr sehen. Außerdem war das Essen sehr scharf, aber mit der Zeit konnte man sich daran gewöhnen. Immerhin konnten wir auf Ausflügen die Lehrer überreden mal zum KFC oder McDonalds zu gehen, worüber diese im Nachhinein auch nicht unglücklich waren.

Ein normaler Tag sieht ungefähr so aus:

  • 5.45 Uhr Weckdienst
  • 6.15 Uhr Morgensport. (Yoga, Joggen, Schwimmen)
  • 6.40 Uhr-7.30 Uhr Wash and change
  • 7.30 Uhr Assembly (Versammlung der Schülers um den Tag einzuleiten)
  • 8.00 Uhr Frühstücke
  • 8.30 Uhr Programm für die Deutschen Schülers/ Unterricht für Indische Schülers
  • 11.15 Uhr Refreshment (Kleine Snacks)
  • 11.30 Uhr Programm/ Unterricht
  • 13.30 Uhr Mittagessen
  • 13.45 Uhr-15.45 Uhr Pause
  • 15.45 Uhr Sport
  • 17.15 Uhr Refreshment
  • 17.30 Uhr Programm/ Unterricht/ Sport
  • 20.30 Uhr Abendessen
  • 21.30 Uhr Lights off (Mehr oder weniger eingehalten...)

Die Tage waren wie man sieht sehr durchplant. Dennoch wurden uns zum Beispiel Kamelreiten oder ein kleiner Ausflug in ein Nachbardorf ermöglicht. Zu unserer großen Freude ;) haben wir sowohl Hindi-, Kunst- als auch Mathe- und Musikunterricht bekommen. Der Unterrichtsstil war sehr ungewohnt und wir haben, zu unserer eigenen Verwunderung, deutsche PowerPoint - Präsentationen sehr vermisst.

Am 16. Oktober 2013 hatten wir das Vergnügen, eins der seltenen schwarzen Kamele zu reiten. Als wir uns vormittags vor der Dining Hall der Sagar School versammelt hatten, kam es auf einmal mit zwei Männern um die Ecke, lief auf uns zu und kniete sich schwerfällig vor uns hin. Zwischen seinen beiden Höckern trug es einen bunten Sattel, auf dem zwei Leute Platz hatten, und war auch sonst schön geschmückt. Von dem Besitzer erfuhren wir, dass das Kamel eine Woche ohne Wasser auskommen kann und wenn es einmal trinkt, ungefähr zehn Liter zu sich nimmt. Nachdem es gefressen hatte und wir unsere Fotos gemacht hatten, war es soweit und die ersten zwei Mutigen durften aufsteigen. Der Aufstieg war steil und der Ritt selbst ziemlich schaukelig, aber der Abstieg dennoch das Lustigste. Wegen der Größe des Kamels konnte man nicht einfach abspringen, sondern musste warten, bis das Kamel sich hingekniet hatte. Also ging es zuerst mit den Vorderbeinen runter, wobei sich der Vordere ziemlich gut festhalten musste, und danach mit den Hinterbeinen, wobei das Kamel einen leidenden und willenlosen Eindruck machte. Nachdem jeder einmal geritten war, hatten die Schüler der Sagar School Pause und viele Lehrer nutzen die Gelegenheit und setzten sich auch drauf und genossen den Ausblick von da oben. So wurde das Kamel zur Attraktion! Insgesamt war es für uns eine einzigartige und schöne Erfahrung, die uns sehr viel Spaß gemacht hat.

Der Ausflug ins Dorf

An einem heißen und sonnigen Nachmittag am 15. Oktober 2013 besuchten wir zusammen mit den indischen Lehrern das Nachbardorf der Sagar School. Das Dorf wurde mithilfe der Schule erbaut und erhält auch regelmäßig Fördermittel sowie Besuche durch die Schüler und Lehrer, die die Kinder unterrichten. Nachdem wir uns auf den Weg gemacht und hatten, wurden wir zuerst von Schlangen und anderen Tieren gewarnt. Auf halbem Weg bemerkte eine der Lehrerinnen, dass wir auf dem falschen Weg waren. Also liefen wir den Weg wieder zurück und nahmen aber diesmal den richtigen Weg. Auf dem Weg sahen wir Hunde, Kamele, Kühe, Kinder und Anwohner, sowie einen Bauern, der lautstark indisches Radio beim Traktorfahren hörte. Nach einer Wanderung von ungefähr einer halben Stunde erreichten wir das Dorf. Die Anwohner waren sehr verwundert über unseren Besuch. Dann gingen wir in den Innenhof einer indischen Familie. Die Ausstattung war einfach, aber dennoch war jedes der Kinder gekleidet und es gab auch fließendes Wasser. Von daher sind die Menschen dort doch noch besser dran als die, die gar kein Dach über dem Kopf haben. Zwischendrin  bekam jeder von uns einen „Lassi", ein süßes oder salziges Yogurtgetränk; danach wurden Fotos gemacht. Wir verabschiedeten uns anschließend und gingen wieder nach Hause, voll mit neuen Eindrücken.

Dehli

Nach einer dreistündigen Fahrt kamen wir in der mit 12565901 Einwohnern bevölkerten Hauptstadt, Dehli an. Anschliessend wurden wir mithilfe von Rikschas zu einer nahegelegenen Moschee Jama Masjid gefahren. An der Attraktion angekommen wurden wir selbst zur Attraktion, da uns zahlreiche Einwohner gebeten haben Fotos mit uns zumachen. Ein paar Fotos später verließen wir die Moschee und kehrten zu unseren Rikschas zurueck, die uns auf holprigen Wege direkt zu dem weltbekannten Red Fort führten. Nach dem Kauf der Tickets gingen wir durch die in Indien sehr häufig ausgeprägten Sicherheitskontrollen. Dahinter befanden sich jede Menge Verkaufsstände, die typische indische Waren verkauften wie beispielsweise Saris. Im Redfort besichtigten wir traditionelle , einheimische und sehr faszinierende  Architektur, die uns ins Staunen versetzte. Danach besuchten wir das im Red Fort enthaltene Museum welches die damalige Kriegsaustattung bzw die Kleidung des Mogulkaisers Shah Jahan zur Schau stellte.  Darauf folgend und mit einer besonderen Erfahrung mehr, warteten wir in der Hitze Dehlis auf den Bus der Sagar School der uns  zum 42 Meter hohen Bogen, dem India Gate, beförderte. Im völlig überhitzten Bus, in dem es zwischenzeitlich 40 Grad hatte, da die Klimaanlage ausgefallen war, wurden wir in die Nähe des Qutub Minar,  gebracht, um Fotos davon zu machen. Während wir im Kfc unser Mittagessen zu uns nahmen, wurde die defekte Klimaanlage des Busses in einer Werkstatt repariert.

Jaipur

Am Samstag, den 19.10.2013, startete unser Ausflug nach Jaipur. Wir fuhren in zwei  gemieteten Geländewagen (8Sitzer)  mit  18! Leuten in die Landeshauptstadt des Bundesstaates Rajasthan. Nach einer sehr holprigen Fahrt erreichten wir unser Ziel und bezogen  unsere schönen Hotelzimmer. Dort konnten wir das hoteleigene W-LAN ausnutzen und Kontakt mit unseren Familien und Freunden haben. Anschließend ging es mit zwei Lehrern der Sagar School, unsere Partnerschule und Aufenthaltsort, in ein indisches Kaufhaus, wo wir Souvenirs günstig einkaufen konnten. Nachdem wir alle ein Schnäppchen erstanden hatten, ging es in den City Palace der Stadt Jaipur. Mit einem überaus motiviertem Reiseführer gestaltete sich dieser Programmpunkt als sehr gelungen und wir konnten einen  Einblick in einen Teil der indischen Geschichte erlangen. Danach "shoppten" wir uns durch die Märkte Jaipurs. Dort kauften wir unter anderem "Saris", die typische Landestracht der indischen Frau wie auch tolle Armbänder. Im Anschluss ging es nach einer kurzen Pause im Hotel zu einem großem indischen Fest. Dort wurden indische Tänze aufgeführt, artistische Leistungen erbracht und leckere indische Spezialitäten angeboten, die uns jedoch nicht sehr zusagten. Nach einer erholsamen Nacht im Hotel brachen wir zum Frühstück bei McDonalds auf. Das Elefantenreiten stand als nächstes auf dem Programm. Jeweils zu zweit brachten uns die majestätischen Rüsseltiere auf die hochgelegene Burg Amber Fort von der man einen atemberaubenden Ausblick hatte. Unsere letzte Sehenswürdigkeit war der „Palace of the Winds". Die eindrucksvolle Architektur lieferte viel Fotomaterial und versetzte uns ins Staunen. Nach einem erfrischenden Aufenthalt im KFC endete unser toller Auflug nach Jaipur. Der Ausflug war für alle Beteiligten sehr eindrucksvoll und eines der schönsten Erlebnisse in Indien.

Agra

Am vorletzten Tag unseres Indien Aufenthaltes hieß es ein letztes Mal früh aufstehen um einen Tagesausflug zu unternehmen. Vor der Dining Hall war jedoch von Bus und Begleitperson noch keine Spur als wir uns viertel vor fünf trafen. Erst gegen fünf Uhr konnten wir die Reise antreten. Nun hieß es eine lange Busfahrt abzusitzen. Die fünf- bis sechsstündige Busfahrt nach Agra wurde hauptsächlich zum Schlafen oder Musik hören genutzt. Als wir dann endlich Agra erreichten waren schon alle auf das Taj Mahal gespannt, welches wir an diesem Tag besichtigen sollten. Als wir den Bus verließen wurden wir direkt von einem stechenden Geruch begrüßt der uns auf dem Fußmarsch zum Taj Mahal begleitete. Dort angekommen kauften wir die Tickets und freuten uns nun endlich das indische Weltwunder besichtigen zu können. Gemeinsam mit dem Französischlehrer der Sagar School gingen wir durch die Sicherheitskontrolle in das Innere der Anlage. Nachdem wir von diversen Indern angesprochen wurden, ob wir einen Touristenführer, Postkarten oder Getränke bräuchten ging die Besichtigung dann endlich los. Uns wurde erklärt wo man fotografieren durfte, wo nicht und wo man den extra dafür vorgesehenen Schuhüberzug anziehen musste. Alternativ dazu konnte man jedoch auch barfuß laufen. Nun betraten wir das Taj Mahal, welches ein Grabmal des Großmogul Shah Jahan für seine verstorbene Frau ist. Neben den vier Minaretten bildet das Grabmal in der Mitte das Herz des Taj Mahal. Im Westen, in der Richtung von Mekka steht eine Moschee. Symmetrisch dazu liegt im Osten ein Gästehaus mit gleichem Grundriss. Nachdem wir mit der Besichtigung des Taj Mahals fertig waren wurden noch einige Gruppenbilder und Einzelbilder vor dem indischen Weltwunder geschossen. Im Anschluss verließen wir die Anlage und brachen zu einer zweiten Sehenswürdigkeit in Agra auf, dem Agra Fort, welches auch als Red Fort bezeichnet wird. Um zum Agra Fort zu gelangen nahmen wir eine Kutsche, die von einem Kamel gezogen wurde. Nachdem alle aufgestiegen waren und auf den engen Rückbänken Platz gefunden hatten, begann die holprige Fahrt, die ungefähr zehn Minuten dauerte. Das Agra Fort liegt auf einem teils von Menschenhand aufgeschütteten Hügel am Ufer des Yamuna-Flusses und hatte für uns ziemliche Ähnlichkeiten mit dem Red Fort, welches wir Delhi bereits besichtigten. Zum Abschluss des Agra-Ausfluges besuchten wir anschließend noch einen McDonalds in Agra um uns dort für die Rückfahrt zu stärken. Nach ungefähr sieben Stunden Busfahrt erreichten wir abends dann wieder die Sagar School.

Statistik des Indienaustauschs 2013

  • 3          gestrickte Socken
  • 7          Glas Nutella (mindestens)
  • 5          Stunden, die Aaron seine Schuhe verloren hatte
  • 1          Millionen Male, die die Schüler betont haben, nie wieder Reis zu Essen.
  • 1          Schlagloch nach dem anderen auf indischen Straßen
  • 3          Fluchtlichtscheinwerfer, die ausgetauscht werden mussten, damit das Freundschaftsvolleyballmatch zwischen deutschen
    Schülern und indischen Sportlehrern ausgetragen werden konnte. (Endstand nach drei Sätzen 2:1 für die indischen Lehrer)
  • 1          Affe, der 6 Wachleute einen ganzen Nachmittag in Atem hielt, weil er sich nicht vom Campus vertreiben lassen wollte.
  • =          21 Tage voller neuer Erfahrungen, netter Menschen und neuen Freunden.



(...) Und nicht zu vergessen hunderte neue akustische Eindrücke, denn mindestens so viele verschiedene Huptöne hört man auf indischen Straßen. Generell gilt wohl, wer die schönste Hupe hat, bekommt Vorfahrt, aber wie drückten es unsere Schüler so treffend aus: „No one cares!"

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