Abschlussfahrt des bilingualen Geschichtskurses | Berlin - Juli 2015

 

Fußballfans kennen den Schlachtruf: „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“ Was für die Teilnehmer des alljährlichen DFB-Pokalfinales gilt, das galt dieses Jahr auch für unseren bilingualen Geschichtskurs von Frau Schellberg: Die viertägige Abschlussfahrt in die Bundeshauptstadt stand an.

Am Donnerstag, den 23. Juli, traten wir unsere Reise von Neckarsulm zum Busbahnhof nach Berlin mit Hilfe des Fernbuses an. Nach einer fast achtstündigen Busfahrt, auf Grund mehrerer kleinen Verkehrsbehinderungen, trafen wir gegen Abend in Berlin ein. Selbstverständlich - wie könnte es bei einem Schulausflug auch nur anders sein - wurden einige unserer Mitschüler von Frau Schellberg beauftragt, den Weg zum Hotel zu suchen und zu finden, was sie auch mit Bravour hinbekamen. Einige S-Bahn Stationen weiter erreichten wir dank unserer „privaten Reiseführer“ das Hotel. Die Unterkunft- das Meininger Hotel nahe des Hauptbahnhofes- wurde nach der Zimmerverteilung von uns allen inspiziert und für gut befunden. Nach dieser langen Anreise war für den Rest des Abends – zur Freude aller - eine individuelle Gestaltung angesagt.

Am nächsten Tag stand eine dreistündige Stadtführung durch Berlin auf der Tagesordnung-dieses Mal begleitet von einer ausgebildeten Reiseführerin. Unsere Tour führte durch das politische Zentrum im Regierungsviertel von Berlin. Hautnah erlebten wir den Untergang sowie die Auferstehung einer ganzen Gegend und betrachteten den Reichstag, das Brandenburger Tor, sowie das Holocaust-Denkmal. Zudem hielt uns die Reiseführerin bei den hochsommerlichen Temperaturen durch ihre spannenden Erklärungen und ihr Insiderwissen auf Trapp. Somit erfuhren wir unter anderem weshalb das Brandenburger Tor als einziges von 16 Stadttoren erhalten blieb. Wir passierten das Symbol der Wiedervereinigung und bewunderten den neu errichteten Pariser Platz mit der französischen und amerikanischen Botschaft und dem Hotel Adlon. Als krönender Abschluss unserer Stadtführung diente die Besichtigung der Überreste der Berliner Mauer, der wir mit gemischten Gefühlen gegenüberstanden.

Da wir als begeisterte und leidenschaftliche Historiker stets danach streben uns weiterzubilden und unser Wissen zu vergrößern, waren wir alle ganz begeistert zu erfahren dass uns eine weitere, nur zweistündige Führung im Stasi-Museum bevorstand-hurra! Für den Abend war nichts vorgesehen, sodass wir Zeit hatten, das Berliner Nachtleben kennen und lieben zu lernen. Im Traffic Club am Alexanderplatz wurde bei coolen DJs ausgiebig gefeiert, denn ein Gläschen in Ehren kann schließlich niemand verwehren. Um Mitternacht mussten wir jedoch wieder im Hotel sein und ein Lebenszeichen an Frau Schellberg und Frau Teichmann geben.

Am darauffolgenden Tag durften wir ein wenig länger in unseren Träumen schlummern. Nichtsdestotrotz war in der Morgenfrühe während des Frühstücks niemand so putzmunter wie Frau Schellberg- sie ist immer höchst motiviert und bestens gelaunt, wie in der Schule. Um 11 Uhr hatten wir einen Termin im DDR-Museum und durften ein Quiz zur DDR ausfüllen. Für uns als Geschichteprofis war das Ausfüllen der Fragen natürlich kein Problem, sodass wir bereits nach einer Stunde fertig waren und den Rest des Tages frei hatten. Da unser bilingualer Geschichtskurs überwiegend aus Mädchen besteht, wurden auf direktem Wege die Mall of Berlin sowie das KaDeWe angesteuert. Schließlich ist das Leben zu kurz um langweilig shoppen zu gehen! Bei einem Gläschen Moët & Chandon sowie ein paar Pralinen lässt sich das Leben genießen – ein toller Tag!

Bevor wir am darauffolgenden Tag wieder die Heimreise antraten, hatten wir ein Zeitzeugengespräch im Haus am Checkpoint Charlie mit einem sehr interessanten Herrn, der zahlreichen Menschen aus der ehemaligen DDR zur Flucht in den Westen verholfen hatte und deshalb auch inhaftiert worden war. Durch seine Erzählungen wurde uns mehr als deutlich gemacht wie schrecklich die DDR war und seine Worte machten uns alle sehr stutzig wie auch nachdenklich. Nach seiner englischsprachigen Führung - we are zweisprachig! -stärkten wir uns bei McDonald’s oder bei Starbucks für die bevorstehende Heimfahrt nach Hause.

An dieser Stelle möchten wir uns im Namen aller bei unserer Geschichtslehrerin Frau Schellberg und bei Frau Teichmann, die als Begleitung mit in Berlin war, ganz herzlich für eine erlebnisreiche und schöne Abschlussfahrt bedanken. Ein großes Dankeschön auch dafür, dass wir während unseres Aufenthaltes genügend Freizeit hatten, Berlin auf eigene Faust zu erkunden, was überwiegend unter der Rubrik „Shoppen“ zusammengefasst werden kann.

Vivienne Kantenwein und Mara Remmlinger

 

 

 

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