Exkursion des zweistündigen Physikkurses zum CERN

 

Am Donnerstag, den 26.11.2015, wurden wir morgens noch vor eigentlichem Schulbeginn um 7.15 Uhr am ASG von unserem Bus abgeholt. In diesem befanden sich bereits die Schüler des Physikkurses des Neckargemünder Max-Born-Gymnasiums. In Begleitung unserer Physik-lehrerin Frau Fitterling und der Studienreferendarin Frau Gunne fuhren wir nach Winterthur in die Schweiz. Dort angekommen besuchten wir das interaktive Museum Technorama. Dieses bietet auf drei Stockwerke verteilt mehr als 500 Experimentierstationen, von Magnetismus über knifflige Knobelrätsel bis hin zu Experimenten zur Optik und Akkustik. Wir nahmen während unseres Aufenthaltes im Museum außerdem an einer Vorführung mit dem Titel „Gase – klirrend kalt, hochexplosiv und feurig“ teil und bekamen die Funktionsweise von Supraleitern demonstriert. Nach circa fünf Stunden Aufenthalt im Technorama schlossen die Pforten des Museums, obwohl wir gerne noch länger geblieben wären. Nun machten wir uns auf den Weg zur Jugendherberge in Winterthur, wo wir den Abend nach gemeinsamem Kochen mit einer Präsentation zum Higgs-Mechanismus und dem Standardmodell der Teilchenphysik bei gemütlichem Zusammensitzen ausklingen ließen. Am Freitag fuhren wir frühmorgens mit dem Bus in Richtung Genf los, um dort am CERN den größten Teilchenbeschleuniger der Welt zu besuchen. Am CERN arbeiten über 8000 Wissenschaftler aus 85 Nationen an physikalischen Experimenten. Nach der Besichtigung einer Ausstellung, bei der unter anderem ausrangierte Teilchendetektoren bestaunt werden konnten, aßen wir in der Kantine des CERNs zu Mittag. Später erhielten wir einen Vortrag über die verschiedenen Forschungen im CERN. Darauf sahen wir uns in mehreren Gruppen das Data Centre an, in dem sehr große Mengen an Daten aus den verschiedenen Experimenten gespeichert und verwaltet werden. Zudem erhielten wir eine Führung durch den Antiproton Decelerator (AD), in dem Antiprotonen abgebremst werden, um für Versuche zur Verfügung zu stehen. Hier lernten wir die Eigenschaften der Antimaterie genauer kennen, außerdem wurde uns eine wichtige Anwendung der Forschung erläutert: Krebspatienten können mit Protonenstrahl-Behandlungen wesentlich gezielter behandelt werden als mit den herkömmlichen Methoden. Danach machten wir uns auch schon wieder auf den Heimweg und kamen nach einer langen Busfahrt um 1:30 nachts in Neckarsulm an. Insgesamt war der Tag am CERN sehr informativ und machte die Exkursion zusammen mit den begeisternden Stationen im Technorama zu einem tollen Erlebnis.

Vanessa Scheib, Alexander Schimmele

 

 

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Datenschutzerklärung Zustimmen