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Exkursionsbericht | Berlin 2017

PUBLISHED 11 Oct 2017 CATEGORY
MODIFIED Last modified on Wednesday, 11 October 2017 09:27

 

Traditionellerweise fuhr auch in diesem Jahr der vierstündige Gemeinschaftskundekurs der Jahrgangsstufe zwei gemeinsam mit den Lehrern Herren Kieber und Allmendinger nach Berlin.

Wir trafen uns am Freitag den 29. September 2017, um mit dem Fernbus nach Berlin zu fahren. Nach fast zehnstündiger Fahrt erreichten wir am Abend erschöpft unser Hostel in der Mitte Berlins. Nach einer kurzen Besprechung am späten Abend war für alle Freizeit auf dem Programm.

Am nächsten Morgen hatten unsere Lehrer eine politische Stadtrallye für uns geplant. Mit Stift und Fragebögen gewappnet ging die Rallye in Kleingruppen los. Gemeinsam starteten wir am „Tränenpalast“, der zur Zeit der DDR die Ein- und Ausreisestelle darstellte. Es ging weiter in Richtung Regierungsviertel. Hier konnten wir das imposante Gebäude des Reichstages bewundern, in dem der Bundestag seinen Sitz hat. Vorbei an den „Weißen Kreuzen“, die der Maueropfer gedenken, liefen wir zum Brandenburger Tor. Das wohl Berühmteste der Stadttore in ganz Deutschland. Nun war unsere Fähigkeit zur Orientierung gefragt. Das Holocaust-Mahnmal, das an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus erinnert, besteht aus hohen Betonsäulen, die sich auf einer Fläche von rund 19.000 Quadratmetern befinden. Hier galt es eine besondere Stele ausfindig zu machen, die zwei sich küssende Männer im Innern abbildet. Sie steht für das Gedenken an die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus‘. An weiteren politischen Denkmälern, an denen es galt die richtigen Antworten auf die nicht ganz einfachen Fragen zu finden, vorbei, erreichten wir am frühen Mittag den „Deutschen Dom“ am Gendarmenmarkt. Im „Deutschen Dom“ hatten wir einen Vortrag in einer Nachbildung des Plenarsaals des deutschen Bundestags. Am Nachmittag hatten wir eine Führung in der „Topographie des Terrors“. Hier wurde uns anhand von Bildern das Handeln der Nationalsozialisten gegenüber der jüdischen Bevölkerung nahe gebracht. Dies erwies sich als sehr lehrreich und beklemmend zugleich. Der restliche Nachmittag stand uns zur freien Verfügung, um die Stadt zu erkunden oder um eine ausgedehnte Shoppingtour zu tätigen.

Am Sonntag besichtigten wir Überreste der Mauer in der Bernauer Straße und den dazugehörigen Mauerpark. Wir schauten uns im Mauermuseum zwei interessante Filme zum Leben mit der Mauer in der ehemaligen DDR an. Danach ging es weiter zum Bundestag. Hier lauschten wir einem Vortrag rund um den Bundestag und der Architektur des Plenarsaals. Nach einem Rundgang in der Kuppel, die eine herrliche Aussicht über gesamt Berlin bietet (wenn das Wetter mitspielt), war uns der Rest des Tages zur freien Verfügung gestellt. Den Abend ließen wir, wie die vorangegangenen Tage auch, gemeinsam mit unseren Lehrern in der Bar des Hostels ausklingen.

Der Montag stand im Zeichen der Gesetzgebung. Wir besuchten den Bundesrat. Nach einer Führung durch das Gebäude, durften wir anhand eines Planspiels vereinfacht den Gesetzgebungsprozess nachempfinden. Hier war es die Aufgabe zum Thema „Legalisierung von Cannabis ab 16 Jahren“, eine politische Rede vor dem Bundesrat zu verfassen. Am Abend trafen wir alle gemeinsam zum italienischen Abschlussessen zusammen. Anschließend besuchten wir das politische Kabarett „Distel“ und schauten uns die Aufführung „Wenn Deutsche über Grenzen gehen – oder: Das Ziel ist im Weg“ an.

Nun war die Zeit in Berlin schon wieder vorüber. Geschafft von den fünf wundervollen Tagen in Berlin ging es am Dienstag, den dritten Oktober, am Tag der deutschen Einheit, wieder zurück nach Neckarsulm. Wir kamen glücklich und ebenfalls erschöpft von der achtstündigen Busfahrt am späten Abend an.

Wir möchten uns besonders bei Herrn Kieber und Herrn Allmendinger für die gut organisierte, schöne und lehrreiche Exkursion bedanken.

Für den Gemeinschaftskundekurs der Jahrgangsstufe 2 (2017/2018) Christine Böhm