Das ausgefallene Weihnachtsfest

PUBLISHED 04 Jan 2018 CATEGORY

Weihnachtsandacht am letzten Schultag

Am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien gestalteten der Schülerbibelkreis und die Gottesdienst-Band einen weihnachtlichen Gottesdienst in der vollbesetzten Aula.

Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern, die Weihnachten nicht feiern will, die keine Lust hat, sich nach der vorweihnachtlichen Hektik der erzwungenen Feierfreude zu unterwerfen und deshalb beschließt, Weihnachten ausfallen zu lassen und stattdessen einen fröhlichen Abend in einem Gartenhäuschen zu verbringen, stellt die Frage: „Was ist so schlimm daran, Weihnachten zu feiern?“.

In den sich anschließenden Gedanken werden Antworten auf die gegenteilige Frage gesucht: „Was ist gut daran, Weihnachten zu feiern?“. Nicht nur die Zeit, die man an den freien Tagen füreinander hat, und die Traditionen, die man liebt und pflegt, werden bei der Beantwortung der aufgeworfenen Frage aufgezählt; auch die Freude, die gegenseitiges Beschenken auslösen kann, und die Großzügigkeit gerade hilfsbedürftigen Menschen gegenüber werden genannt. Der Gottesdienstbesuch, den viele Menschen an Weihnachten wahrnehmen, wird als Zeichen dafür gewertet, dass die Menschen spüren, dass das Geschehen von Weihnachten die Weltgeschichte verändert hat, dass sie daran denken, dass Jesus geboren ist, von dem eine Ausstrahlung ausging, die in kurzer Zeit viele Menschen auf der ganzen Welt erfasst hat und es heute noch tut. Die Sehnsucht der Menschen nach innerem und äußerem Frieden lässt sie Weihnachten feiern und spüren, dass Gott ihnen in dem Kind in der Krippe entgegenkommt.

Getragen von diesen Gedanken überlegen die Jugendlichen, wie sie diesen ausgefallenen Weihnachtsabend gestalten können. Es entstehen Vorschläge, die geprägt sind von Mitmenschlichkeit und Fürsorge für andere. Die Schülerinnen und Schüler spüren, dass ihr Nachdenken über Weihnachten sie dem Kind in der Krippe näher gebracht hat als an vielen Festen zuvor.

A.L.